Am 3. September 2026 waren wir mit unseren Mitgliedern zu Gast bei den Basler Madrigalisten, am FireAbend mit Jan Eitel in der Kulturkirche Paulus.
Vor dem Konzert nahm sich der künstlerische Leiter Raphael Immoos Zeit für eine Einführung und gab uns einen Einblick in das Marketing eines klassischen Chors. Wie erreicht man die Zielgruppe besser? Und wie gewinnt man neues Publikum, ohne das bestehende zu verlieren? Fragen, die uns in der Kommunikation ebenso beschäftigen.
Danach folgte ein Konzert, das uns bestens unterhalten hat, und eine Erkenntnis, die wir so nicht erwartet hatten: Das Wetter hat viel mehr mit klassischer Musik gemeinsam, als wir dachten. Wer die gesungene Wetterprognose mit Jan Eitel live erlebt hat, weiss, wovon wir sprechen.
Beim anschliessenden Apéro kamen wir mit den Organisatorinnen und Organisatoren ins Gespräch.
Vielen Dank für diesen tollen Einblick!
"Wenn die Musik in einem Ensemble sauber ertönt, ist die Wetterprognose mit hoher Treffsicherheit verbunden.“
Jan Eitel, SRF-Meteorologe
«Transparenz und Ehrlichkeit sind das beste Werkzeug»
Am 3. September 2026 tritt SRF-Meteorologe Jan Eitel als Special Guest am FireAbend-Konzert der Basler Madrigalisten in der Kulturkirche Paulus auf. Vorher verrät er NPRG Co-Päsidentin Natalia Chtanova, was Kommunikationsleute von einer Wetterprognose lernen können.
Herr Eitel, Sie erklären täglich vor einem grossen Publikum etwas, das grundsätzlich unsicher ist, und müssen trotzdem verständlich und glaubwürdig bleiben. Was können Kommunikationsleute von einem Meteorologen lernen, der jeden Abend mit dieser Unsicherheit auftritt?
Wenn man sich gut auf seinen Auftritt vorbereitet, seiner Sache sicher ist, bringt man es auch selbstbewusster und glaubwürdiger rüber. Arrogant darf es aber nicht wirken. Beim Thema Unsicherheit sind Transparenz und Ehrlichkeit das beste Werkzeug. Vieles in der Meteorologie kann man mit hoher Genauigkeit voraussagen, zum Beispiel die Böenspitzen eines Sturms, den Aufzug einer Kaltfront, das Temperaturmaximum etc. Bei Gewitterlagen kann man zwar einschätzen, ob die Gefahr eher beim Hagel, beim Starkregen oder beim Wind liegt, aber wo genau das Gewitter in den Himmel steigt, ist nicht möglich vorauszusagen. Diese Unsicherheit soll und muss kommuniziert werden. Sonst verliert man an Glaubwürdigkeit.
Welches Phänomen aus Ihrem Berufsalltag hätte es am meisten verdient, von den Basler Madrigalisten gesungen zu werden, und wie würde es klingen?
Da ich selber in der Region Basel wohne und vom Möhlin-Jet profitiere, hätte dieses Wetterphänomen es am meisten verdient, gesungen zu werden. Für mich müsste es etwa so klingen: Der träge Hochnebel über dem Mittelland müsste einen dumpf-schwebenden Klang haben, leicht melancholisch. Das Ausfliessen der kalten Nebelsuppe beim Aargauer Jura müsste wiederum eine sprudelnde, aufwirbelnde Melodie besitzen, wie ein Wasserfall. Das Auflösen des Nebels bzw. der Übergang zu Sonnenschein wäre dann eher von einem glasklaren, messerscharfen Ton geprägt.
Bekommen Sie Reaktionen auf Ihre Wetterprognosen?
Sofern ich komplett daneben war mit der Prognose, dann kanns schon mal Kritik hageln. Bei richtigen Prognosen hört man meistens nichts vom Publikum. Dennoch, ab und zu gibt es auch Lob. Bei langanhaltenden kühlnassen Witterungsphasen sind die Leute aber generell gereizt und genervt. Da melden sich die Leute schon mal häufiger.
Wir freuen uns, unsere Mitglieder zu einem besonderen Konzertabend der Basler Madrigalisten einzuladen: FireAbend – Klingende Wetterkarte.
Die Konzertreihe FireAbend in der Kulturkirche Paulus verbindet Musik, Gespräch und Begegnung – ein kurzweiliger Übergang vom Arbeitstag in den Abend. Jede Ausgabe widmet sich einem eigenen Thema und empfängt einen Gast auf dem Konzertsofa; Tiefgang und Humor sind dabei gleichermassen willkommen.
Zum Auftakt der neuen Saison ist SRF-Meteorologe Jan Eitel zu Gast. Gemeinsam rätseln und diskutieren wir über faszinierende Wetterphänomene, ausnahmsweise nicht auf dem Meteo-Dach, sondern in der Pauluskirche. Dazu erklingt Musik von Robert Schumann und Edward Elgar. Ein Apéro im Anschluss lädt zum Verweilen und Austauschen mit den Mitwirkenden ein.
Donnerstag, 3. September 2026
FireAbend – Klingende Wetterkarte
17.15 Uhr: exklusive Einführung für unsere Mitglieder durch Raphael Immoos, künstlerischer Leiter der Basler Madrigalisten
18.15 Uhr: Konzertbeginn (Dauer 1 Stunde)
Kulturkirche Paulus, Basel
Mit Apéro im Anschluss
Special Guest: Jan Eitel, SRF-Meteorologe
Reduzierte Tickets für NPRG-Mitglieder: CHF 25 pro Person (Normalpreis CHF 30)
Die Basler Madrigalisten sind das traditionsreichste professionelle Vokalensemble der Schweiz. Spezialisiert auf die Interpretation alter und neuer Musik, geben sie regelmässig Werke zeitgenössischer Komponisten in Auftrag und bringen sie zur Uraufführung. Seit 2013 steht das Ensemble unter der Leitung von Raphael Immoos und tritt bei renommierten europäischen Kulturinstitutionen und Festivals auf. Mehr unter
www.basler-madrigalisten.ch.
Wir freuen uns auf einen feurigen Abend mit euch.